Bienenfreundliches Berlin

Was kann ge­tan wer­den da­mit es wie­der mehr Bie­nen gibt?

Im Nutz­tier­ran­king auf Platz drei – nach Rind und Schwein – ha­ben die klei­nen flei­ßi­gen Bie­nen nicht nur für Ber­lin, son­dern für die ge­sam­te Ge­sell­schaft eine gro­ße Be­deu­tung. Den­noch sind die Ho­nig- und Wald­bie­nen in Not. Pes­ti­zi­de, Krank­hei­ten und Mo­no­kul­tu­ren ma­chen den em­si­gen Pol­len- und Nek­tar­samm­lern zu schaf­fen.

Im­ker ha­ben die Si­tua­ti­on er­kannt und be­gin­nen, Bie­nen in Städ­ten an­zu­sie­deln. Die Be­din­gun­gen sind gut: Es gibt ge­nug Was­ser in der Stadt und die vie­len Klein­gar­ten­ko­lo­ni­en und Park­an­la­gen bie­ten Nah­rung.

Der bis­her ge­ern­te­te Stadt­ho­nig ist von ein­wand­frei­er Qua­li­tät. Das zei­gen die ers­ten Er­geb­nis­se der Ana­ly­sen des Län­der­in­sti­tu­tes für Bie­nen­kun­de in Ho­hen Neu­en­dorf. Für die An­sied­lung von Bie­nen in der Stadt braucht es na­tür­lich auch Flä­chen für die Bie­nen­beu­ten.


Warum nicht einfach auf dem Kraftwerksgelände?

Kraft­werks­stand­or­te sind für die Bie­nen­hal­tung ide­al, da sie sich in der Nähe von Was­ser be­fin­den und das Are­al meist gro­ße, un­be­rühr­te Flä­chen vor­hält. Bie­nen sam­meln Pol­len und Nek­tar in ei­nem Ra­di­us von cir­ca vier Ki­lo­me­tern.

Honig aus der Großstadt

Eine Erfolgsgeschichte

Im April 2013 wur­den die ers­ten Bie­nen­stö­cke auf dem Ge­län­de des Heiz­kraft­wer­kes in Ber­lin-Buch auf­ge­stellt. Die Ern­te der Jah­re 2013 und 2014 be­stä­tig­te die gute Stand­ort­wahl mit über 700 Glä­sern reins­tem Ho­nig. Ein gu­ter Grund für uns, wei­te­re Flä­chen zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Im April 2015 wur­de das Pro­jekt aus­ge­wei­tet und die Bie­nen zo­gen an die Ber­li­ner Heiz­kraft­werks­stand­or­te Reu­ter und Mit­te. Hier fin­den sie in den um­lie­gen­den Gär­ten und Park­an­la­gen al­les, was sie brau­chen. Die be­nach­bar­te Spree an bei­den Stand­or­ten sorgt für ge­nü­gend Was­ser. Heu­te „ar­bei­ten“ tau­sen­de flei­ßi­ge Vat­ten­fall Ho­nig­bie­nen an den drei Stand­or­ten.

„Gast­bie­nen“ bei Vattenfall

 

Zu­sätz­lich bie­ten wir „Gast­bie­nen“ ein Plätz­chen. Seit 2013 bie­ten wir ei­ner Im­ke­rin auf dem Dach un­se­rer Haupt­ver­wal­tung in der Chaus­see­stra­ße ei­nen Stand­ort für ihre Bie­nen.

Auch auf dem Ge­län­de des Heiz­kraft­wer­kes Klin­gen­berg wer­den zur Lin­den­blü­ten­zeit Gast­bie­nen be­her­bergt.

Den Bienen helfen

Mit der rich­ti­gen Pflan­zen­wahl ist es leicht, die Bie­nen zu un­ter­stüt­zen. So ach­ten wir auch in un­se­ren ur­ba­nen Gär­ten auf bie­nen­freund­li­che Pflan­zen.

Da­mit die Bie­nen sich in der Stadt noch woh­ler füh­len, ist aber auch die Un­ter­stüt­zung der Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner wich­tig, die in ei­ner Woh­nung mit Bal­kon woh­nen. Auf den meis­ten Bal­ko­nen blü­hen Ge­ra­ni­en – un­kom­pli­ziert in der Pfle­ge aber lei­der ohne Nut­zen für die Bie­nen. Wie wäre es statt­des­sen mit ei­nem wohl­duf­ten­den La­ven­del?

Wel­che Pflan­zen „bi­en­ten­taug­lich“ sind kann über die Bie­nen App des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Er­näh­rung und Land­wirt­schaft her­aus­ge­fun­den wer­den. Hier hilft ein in­ter­ak­ti­ves Pflan­zen-Le­xi­kon.

Zur APP für An­dro­id, iOS und Win­dows Pho­ne:

Bienen-App
Wei­ter nütz­li­che Tipps sind hier zu fin­den:

Berlin summt!
Netzwerk Blühende Landschaft
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft